Seit unserem persönlich besten Teil der DIRT-Serie DIRT 3 von 2011, einer Menge Ken Block Drift-Videos, so wie haufenweise M- und R-Energys, ist unsere Freude besonders groß endlich das neue DIRT 5 von Codemasters in den Händen zu halten.

Beim neuen Offroad-Spektakel soll der Spaßfaktor wieder großgeschrieben werden und schirmt den Realismus komplett von sich ab. Stattdessen lässt uns Teil 5 die Arcade-Werte vom dritten Teil wieder aufleben, heißt – es wird auf launige Vollgas-Wettbewerbe mit drängelfreudigen Gegnern gebaut. Ab 06. November 2020 dürft ihr euch dann endlich anschnallen und Gas geben. Wir hingegen durften schon einige Rally-Runden drehen.

Das hat uns gefallen:

Der Spielmodus der euch natürlich erstmals das Handling beibringen bringen soll, wird die Kampagne bzw. die Karriere sein. Dort tretet ihr mit eurem eigens erstellten Fahrer mit allen der elf Fahrzeugklassen an die DIRT 5 bietet. Es wird sieben Disziplinen geben die sich durch das Terrain, Tages- oder Nachtzeit, dass Wetter, oder technischem Anspruch unterscheiden werden.

Mit den 13 Fahrzeugklassen donnert ihr über 70 Events weltweit an zehn Orten um den Globus. Nach jedem Rennen gibt es wertvolle Erfahrungspunkte, Geld und Medaillen die euch nach und nach weitere Events und Kapitel öffnen. Die Kampagne von fällt überraschend abwechslungsreich aus, auch weil sich die einzelnen Renntypen sowie die jeweiligen Gegebenheiten wie Wetter und Straßenbelag starke Auswirkungen auf die jeweiligen Rennen haben. Vor dem Start habt ihr meist die Wahl aus dem limitierten Fuhrpark, wo ihr eure Ingame-Währung ausgeben könnt und natürlich noch etwas tunen könnt.

Zwar steuern sich die Boliden recht arcadig, doch insgesamt auch immer stark den Gegebenheiten entsprechend. Auf eisigen Abschnitten driftet es sich mit einem wendigen Rallye-Auto natürlich extrem befriedigend durch enge Kurven während ihr mit einem PS-Monster auf einer Schlammstrecke tatsächlich immer wieder ins Schlittern kommt, weil ihr den Anfahrwinkel relativ früh berechnen müsst. Im Ganzen überzeugte uns das Fahrverhalten, mit einer sehr guten Mischung aus Einsteigerfreundlichkeit und Anspruch.

Im Multiplayer gibt es speziell entwickelte Rennstrecken für bis zu 12 Spieler. Besondere Abwechslung bringen dazu noch die Party-Modi König, Vampir und Transporter. Die Online Rennen bieten daher jede Menge Rennvielfalt mit unvorhersehbarer Action.

Mit dem brandneuen Playground-Modus lässt euch Codemasters eigene Strecken bauen, wobei ihr gefühlt endlos kreativ sein könnt und im wöchentlich aktualisierten Bereich neue Strecken fahrt oder die Community eure. Hauptsächlich geht es aber darum deren Rekorde zu brechen. Hier kommt das arcade-lastige Gameplay noch mehr zur Geltung, also ordentlich aufs Gas treten, stylisch durch die Kurven driften, schubsen und vorbeidrängeln um euch an die Erste position zu schieben. Das einzige was euch hier gefährlich werden kann, sind die eigenen Fahrfehler, die einem auch schon mal wieder an das Ende des Feldes verbannen. Da man aber nicht einmal von der Strecke abkommen kann und der Schwierigkeitsgrad nicht so fordernd ist, geht auch in diesem Punkt der Anspruch leider schnell verloren.

“Dirt 5” ist schon ein Hingucker, auf jeder Strecke fühlt man sich regelrecht als wäre man mitten drin. Von den sehr schönen Sonneneffekten , bis zu den nächtlichen Nordlichter und Schnee bedeckten Strecken sieht das alles Grafisch Mega schön aus. Gerade das Menü fanden wir persönlich sehr ansprechend, dem ein oder anderen mag dies vielleicht zu bunt daher kommen, doch sind wir mal ehrlich, dies passt perfekt zum extrem Sport und macht dies nochmals deutlich attraktiver. Euer Fahrerlebnis könnt ihr wahlweise mit 30fps oder 60 fps optimieren, bei der zweiten Variante werden hier zwar die Details ein wenig nach unten geschraubt, fällt bei der dichten Atmosphäre jedoch kaum auf.

Der Spielsound ist klasse, von den Motorgeräuschen bis hin zur Umgebung wie z.B. das fahren über Schotterpisten. Zur Unterhaltung wird euch eine Art Podcast-Radio in die Lautsprecher gespielt, in denen die Moderatoren mit ihrem sinnfreien Gerede zwischen den Rennen für gute Laune sorgen soll. Auch nicht zu verachten ist der Soundtrack, welcher die Stimmung von Rennen zu Rennen nochmals richtig anheizt, zudem beinhaltet der 18 Stück umfassende Soundtrack auch sieben Tracks von Newcomern.

Das hat uns nicht gefallen:

Natürlich macht DIRT 5 Mega Spaß, doch mit den weiteren Modi wie Online, Arcade, Playground und dem Split-Screen bleibt der Umfang sehr Überschaubar, denn alles was es dort zu sehen gibt habt ihr im Großen und Ganzen teils schon in der Kampagne gesehen. Bleibt abzuwarten ob da Codemasters eventuell später noch was nachliefern wird.

Leider fehlt es an umfangreichen Tuning-Möglichkeiten, da eure Fahrzeuge in vorgefertigten Klassen bestehend aus Performance und Handling an den Start gehen. So merkt man sehr schnell, Power gewinnt immer und so werdet ihr gezwungen oft eure Credits für was besseres auszugeben. hier wurde hauptsächlich Wert auf das optische Tuning gelegt, wobei sich das auf Farben und Decals beschränkt.

Fazit:

Ja, DIRT 5 macht echt spaß und überrascht mit seinem überschaubaren Umfang. Der Karriere-Modus hat viel zu bieten und ist gleichzeitig sehr abwechslungsreich. Die ausgereifte Fahrphysik kommt nicht nur bei den Pros, sondern auch bei Einsteigern gut an. Grafisch macht das Rennererlebnis auf der Xbox One einen ordentlichen Eindruck. Abseits des Karrieremodus bleibt euch für weitern Spielgenuss der Playground-, sowie der Multiplayer-Modus und der wieder gekehrte Splitscreen. Wer mal wieder ein weniger anspruchsvollen Renntitel sucht, ist bei DIRT 5 genau richtig und könnt mit bestem Gewissen eure Runden drehen.

Natürlich wird DIRT 5 auch ein kostenloses Upgrade für die Xbox Series X bekommen und dann noch einmal deutlich schöner aussehen. Ab dem 10. November 2020 steht dieses für euch bereit.

Wertung

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