Die Aussage von Xbox-Präsidentin Sarah Bond, dass das Unternehmen an einer hochwertigen, Premium-Gaming-Konsole arbeite, könnte ein deutliches Indiz dafür sein, dass sie teuer wird. Ein neuer Bericht deutet darauf hin, dass die Stückkosten (Bill of Materials) der Next‑Gen‑Xbox unglaublich hoch sein werden – sie liegen demnach bei über 999 US‑Dollar –, was wahrscheinlich bedeuten wird, dass der Verkaufspreis deutlich über der 1.000‑Dollar‑Marke liegen könnte.
Diese Information stammt vom bekannten Leaker KeplerL2 aus den NeoGAF‑Foren, der zudem anmerkte, dass allein die Stückkosten für das AMD Magnus‑APU, das die Next‑Gen‑Xbox antreibt, mehr als doppelt so hoch sind wie die der Xbox Series X|S, die bei 650 US‑Dollar liegen. Zur Einordnung: Die Stückkosten geben den Preis der Materialien an, die bei der Herstellung eines Produkts verwendet werden. Unternehmen kaufen diese Materialien in der Regel in großen Mengen, was ihnen einen Rabatt gegenüber Einzelstückpreisen verschafft, und die Verkaufspreise der Produkte werden meist unter Berücksichtigung der Stückkosten festgelegt.
KeplerL2 wies außerdem darauf hin, dass Microsoft die Konsole nicht subventionieren könne, wenn das Unternehmen plant, auch Drittanbieter‑Spieleläden wie Steam zuzulassen. Eine Konsole zu subventionieren, um ihren Preis sogar unter die Stückkosten zu drücken, ist nichts Neues; sowohl Sony als auch Microsoft haben das in der Vergangenheit mehrfach getan. Üblicherweise können sich die Unternehmen das leisten, weil sie anschließend an jedem auf der Konsole verkauften Spiel Geld verdienen. Die Präsenz von Drittanbieter‑Shops wie Steam oder dem Epic Games Store auf der Next‑Gen‑Xbox würde bedeuten, dass Microsoft auf die Einnahmen verzichten müsste, die es normalerweise über den Verkauf von Spielen in seinem eigenen digitalen Store erzielt.
Laut früheren Berichten wird die AMD Magnus‑APU, die die Next‑Gen‑Xbox antreibt, aus zwei separaten Chiplets bestehen – einem System‑on‑a‑Chip für CPU‑Aufgaben und einer Radeon‑basierten GPU. Es wird erwartet, dass die CPU auf der AMD Zen‑6‑Architektur basiert und über 3 Kerne sowie 8 Zen‑6c‑Kernel verfügt. Diese Kerne sollen über einen 12 MB großen L3‑Cache verfügen, der ihnen beim Datenaustausch untereinander hilft. Die GPU soll 68 RDNA5‑Compute‑Units, 4 Shader‑Engines und einen 24 MB großen L2‑Cache bieten.
Darüber hinaus wird erwartet, dass die Konsole einen 192‑Bit‑Speicherbus besitzt, der so konfiguriert werden kann, dass er 24 GB, 36 GB oder 48 GB RAM nutzt. Die genaue Menge des im Gerät verbauten Arbeitsspeichers wurde bislang jedoch noch nicht bestätigt. Insgesamt soll die Magnus‑APU offenbar zwischen 250 und 350 Watt Leistung benötigen. Zum Vergleich: Der angebliche Chip, der Sonys PS6 antreiben soll und als Orion‑APU bezeichnet wird, soll weniger leistungsstark sein als die Magnus, wobei letztere als etwa 30–35 Prozent leistungsfähiger angegeben wird. Sony soll zudem an einer Handheld‑Version der PS6 arbeiten, die mit nur etwa 15 Watt auskommen kann.“














