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Microsoft – Die neue Xbox-Cheffin möchte die Plattform offener machen

Microsoft geschehen derzeit viele Dinge im Hintergrund. So wird beispielsweise die Gaming-Sparte wird komplett auf „Xbox“ umgebrandet, es gibt ein neues Logo (zu sehen oben) und mit der neuen CEO Asha Sharma soll ein neuer, frischer Wind wehen. Zusammen mit Content-Chef Matt Booty hat sie im Interview mit Game File über ihre Vision für Xbox gesprochen – und auch darüber, was das für aktuelle Hardware wie den Handheld-PC ROG Xbox Ally bedeutet.

Interessanterweise kam auch zur Sprache, dass die Firma ihre Hardware künftig wohl offener gestalten will. Der ehemalige Gaming-Chef Phil Spencer meinte dazu, dass Drittanbieter-Stores wie der Epic Games Store auf „Project Helix“ willkommen wären, solange sich an der Firmenpolitik nichts Grundlegendes ändert. Auf die Frage, ob sich so ein offenes System für eine Xbox-Konsole wirtschaftlich überhaupt lohnt, sagte Sharma: „Wir haben unserem Team gesagt, dass wir die Plattform öffnen wollen. Mehr Leute sollen darauf entwickeln und mehr Spieler sollen die Möglichkeit haben, ihr Erlebnis selbst anzupassen und zu erweitern.“ Beim ROG Xbox Ally gibt es aber wohl noch keine konkreten Pläne. „Da war ich bei den Gesprächen nicht dabei, das entscheiden wir dann künftig gemeinsam als Team und mit unseren Partnern“, sagte sie. „Wir sagen Bescheid, sobald es Neuigkeiten gibt.“

Sharma sprach außerdem darüber, Hardware und Services günstiger machen zu wollen. Sie gab zu: „Früher waren wir bei den Preisen nicht so flexibel. Das ist ein Punkt, den wir echt angehen wollen. Beim Game Pass hat man das gesehen – der war einfach zu teuer geworden, also haben wir reagiert.“ Sie will sicherstellen, dass bei der Entwicklung von Hardware und Software genauso viel Energie in die Erschwinglichkeit fließt wie in die Performance. „Klar, wir müssen die Marktrealität sehen, deshalb gibt es keine festen Versprechen zu Preisen. Aber ich will, dass Menschen auf der ganzen Welt spielen können.“

Mit Blick auf die Zukunft erklärte Booty dann noch, wie hart der Kampf um die Aufmerksamkeit der Spieler geworden ist. Da viele Leute bereits schon massig Spiele besitzen und die Entwicklung neuer Games immer länger dauert, meinte er: „Es liegt an uns, die Fans wirklich zu verstehen. Unser Job ist es, das zu bauen, was die Fans zocken wollen, und Orte und Welten zu schaffen, die sie erkunden können.“

Dazu gehöre laut Booty auch das Verständnis dafür, dass sich die Erwartungen geändert haben – Gaming ist heute viel sozialer und muss zugänglicher sein. Man müsse die Balance finden: Einerseits die Hardcore-Zocker zufriedenstellen, die „schwitzige“, richtig schwere Games wollen, und andererseits sicherstellen, dass Neulinge nicht direkt vor verschlossenen Türen stehen.

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