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Microsoft bestätigt: Xbox steht nicht zum Verkauf

Die jüngsten Entlassungen bei Xbox haben in der Gaming-Branche für einiges an Aufsehen gesorgt. Manche vermuten inzwischen sogar, dass Microsoft einen Verkauf der Sparte vorbereitet. Xbox-Chefin Asha Sharma hat diese Gerüchte im Gespräch mit der New York Times allerdings klar zurückgewiesen: „Xbox steht nicht zum Verkauf.“

„Wir werden alles tun, um das Unternehmen auf Erfolgskurs zu bringen. Dazu schauen wir uns passende Partnerschaften, die richtige Unternehmensstruktur und alles Weitere an, was dafür nötig ist.“ Xbox wieder auf Wachstumskurs zu bringen, dürfte allerdings keine leichte Aufgabe werden. Das räumt auch Sharma ein: „Gemeinsam mit Microsoft liegt noch ein weiter Weg vor uns. Wir denken dabei langfristig.“

Ihre Aussage folgt auf einen massiven Stellenabbau. Bereits im Juli hatte Xbox über mehrere Studios hinweg. Außerdem beschloss das Unternehmen, sich von vier Studios zu trennen: Double Fine Productions, Undead Labs, Compulsion Games und Ninja Theory. Auch über die Zukunft von Arkane Lyon wird intern diskutiert.

Sharma erklärte damals, dass die Gewinnmargen von Xbox „um den Faktor drei bis zehn niedriger als bei vergleichbaren Plattformbetreibern und Publishern“ lägen. Durch die großen Übernahmen der vergangenen zehn Jahre habe sich das Unternehmen zudem zu viel auf einmal vorgenommen.

„Seit 2018 haben wir unser Studioportfolio stark ausgebaut. Gleichzeitig erscheinen branchenweit inzwischen jeden Monat mehr Spiele als in den vergangenen zehn Jahren zusammen. Wir konkurrieren deshalb längst nicht mehr nur mit den größten Publishern, sondern auch mit kleineren unabhängigen Studios. Es ist weder möglich noch sinnvoll, jedes großartige unabhängige Studio zu besitzen.

Wir haben außerdem gelernt, dass wir nicht für jede Art von Studio das passende Zuhause sind. In einem durchschnittlichen Jahr haben wir für jeden investierten Dollar 64 Cent verloren. Bei der Neuausrichtung von Xbox wollen wir unabhängige Entwickler mit offenen Entwicklungswerkzeugen unterstützen und ihnen Zugang zu einem Publikum geben, damit sie ihre Ideen verwirklichen können.“

Damals kündigte Sharma an, bis zum Ende des Geschäftsjahres rund 1.600 weitere Stellen abzubauen. Ein neuerer Bericht deutet allerdings darauf hin, dass Xbox diese Zahl möglichst nicht erreichen will. Statt Mitarbeitende zu entlassen, sollen sie verstärkt in andere Teams wechseln. Auch die Abgabe von Studios scheint dabei eine wichtige Rolle zu spielen.

Zuletzt gab es bei Xbox dennoch eine weitere Entlassungsrunde, bei der insgesamt 268 Stellen in verschiedenen Studios betroffen waren. Im Zuge des Umbaus werden außerdem mehrere Studios zusammengelegt oder anderen Unternehmensbereichen zugeordnet. Auch ein neues Halo-Projekt wurde angekündigt, das bei Activision entsteht. Bei Halo Studios soll dagegen ein „kleines Team“ bleiben, das sich weiterhin um ältere Spiele kümmert.

World’s Edge und Rare werden ebenfalls unter dem Dach von Activision angesiedelt, während Obsidian künftig zu Bethesda gehört. Turn 10 Studios, das Team hinter Forza Motorsport, wird mit Playground Games zusammengeführt, den Entwicklern von Forza Horizon und Fable.

Weitere Details dürften in den kommenden Wochen folgen. Xbox-CCO Matt Booty hat bereits ein Treffen für die gesamte Xbox-Sparte angekündigt. Dabei wolle man „auf unsere Fortschritte zurückblicken und einen Ausblick auf eines der stärksten Spiele-Line-ups unserer Geschichte geben“.

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